Gebrauchsinformation: Information für Anwender
DERMESTRIL 25 – 0,025 mg / 24 h, Transdermale Pflaster
DERMESTRIL 50 – 0,050 mg / 24 h, Transdermale Pflaster
DERMESTRIL 100 – 0,100 mg / 24 h, Transdermale Pflaster
Estradiol
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage sorgfältig durch, bevor Sie mit der Anwendung dieses Arzneimittels beginnen, denn sie enthält wichtige Informationen.
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1. Was ist DERMESTRIL und wofür wird es angewendet? |
DERMESTRIL ist eine Hormonersatztherapie (HRT). Es enthält 17-Estradiol. DERMESTRIL wird bei postmenopausalen Frauen angewendet, deren letzte spontane Menstruation mindestens 6 Monate zurückliegt.
DERMESTRIL 25, 50, 100 wird zu folgenden Zwecken angewendet:
Zur Linderung der nach der Menopause auftretenden Symptome
Während der Menopause verringert sich die Menge der durch den Organismus der Frau produzierten Östrogene. Dies kann Symptome wie Empfindungen von Hitze im Gesicht, in der Hals- und Brustgegend hervorrufen („Hitzewallungen“). DERMESTRIL lindert diese nach der Menopause auftretenden Symptome. Ihr Arzt verschreibt Ihnen DERMESTRIL nur, wenn Ihre Symptome Ihr tägliches Leben ernsthaft beeinträchtigen.
DERMESTRIL 50, 100 wird zu folgenden Zwecken angewendet:
Zur Vorbeugung gegen Osteoporose
Nach der Menopause können manche Frauen eine Knochenschwäche entwickeln (Osteoporose). Besprechen Sie alle in Frage kommenden Möglichkeiten mit Ihrem Arzt.
Wenn bei Ihnen aufgrund von Osteoporose ein erhöhtes Knochenbruchrisiko besteht und wenn andere Arzneimittel für Sie nicht in Frage kommen, können Sie DERMESTRIL 50, 100 zur Vorbeugung gegen Osteoporose nach der Menopause verwenden.
2. Was sollten Sie vor der Anwendung von DERMESTRIL beachten? |
Krankengeschichte und regelmäßige Kontrolluntersuchungen
Der Einsatz einer HRT ist mit Risiken verbunden, die berücksichtigt werden müssen, wenn der Beginn oder die Fortsetzung dieser Behandlungsart beschlossen wird.
Es liegen nur wenige Erfahrungen vor, was die Behandlung von Frauen anbelangt, die (infolge einer Eierstockschwäche oder eines chirurgischen Eingriffs) von einer vorzeitigen Menopause betroffen sind. Wenn Sie von einer vorzeitigen Menopause betroffen sind, kann die Verwendung einer HRT mit anderen Risiken verbunden sein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber.
Bevor Sie eine HRT erstmals oder erneut beginnen, erkundigt sich Ihr Arzt nach Ihrer persönlichen und familiären Krankengeschichte. Ihr Arzt kann zu der Entscheidung gelangen, eine körperliche Untersuchung durchzuführen, die gegebenenfalls eine Brustuntersuchung und/oder eine gynäkologische Untersuchung beinhalten kann.
Sobald die Behandlung mit DERMESTRIL begonnen wurde, müssen Sie Ihren Arzt zu regelmäßigen Kontrollen aufsuchen (mindestens einmal jährlich). Sprechen Sie bei diesen Terminen mit Ihrem Arzt über den Nutzen und die Risiken der weiteren Verwendung von DERMESTRIL.
Vergessen Sie nicht, die regelmäßigen Mammographien durchführen zu lassen, die Ihr Arzt Ihnen empfiehlt.
DERMESTRIL darf nicht angewendet werden,
Wenn einer der folgenden Hinweise auf Sie zutrifft oder wenn Sie sich in Bezug auf einen der unten erwähnten Punkte nicht sicher sind, fragen Sie Ihren Arzt, bevor Sie DERMESTRIL anwenden.
DERMESTRIL darf nicht angewendet werden,
- wenn Sie Brustkrebs haben oder hatten oder wenn bei Ihnen der Verdacht auf Brustkrebs besteht
- wenn Sie einen östrogenempfindlichen Krebs haben, wie z. B. Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumkarzinom) oder wenn bei Ihnen der Verdacht darauf besteht
- wenn Sie ungeklärte Vaginalblutungen haben
- wenn Sie eine nicht behandelte übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) haben
- wenn Sie ein venöses Blutgerinnsel haben oder hatten (Thrombose), z. B. in den Beinen (tiefe Beinvenenthrombose) oder in der Lunge (Lungenembolie)
- wenn Sie eine Blutgerinnungsstörung (wie z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin-Mangel) haben
- wenn Sie vor kurzem von einer Krankheit betroffen waren, die durch arterielle Blutgerinnsel ausgelöst wird, wie z. B. Herzanfall, Schlaganfall oder Angina pectoris
- wenn Sie von einer Lebererkrankung betroffen sind oder waren und die Ergebnisse Ihrer Leberfunktionstests noch nicht den Normalwert erreicht haben
- wenn Sie von einer seltenen Bluterkrankung betroffen sind, die als „Porphyrie“ bezeichnet wird und innerhalb der Familie weitergegeben wird (Erbkrankheit)
- wenn Sie allergisch gegen Estradiol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Wenn eine der oben erläuterten Situationen während der Anwendung von DERMESTRIL erstmals auftritt, setzen Sie das Arzneimittel ab und suchen Sie unverzüglich Ihren Arzt auf.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie DERMESTRIL anwenden.
Sagen Sie Ihrem Arzt vor Beginn der Behandlung, ob Sie eine der nachfolgend erwähnten Probleme bereits hatten, da diese während der Behandlung mit DERMESTRIL erneut auftreten oder sich verschlimmern können. In diesem Fall muss Ihr Arzt häufigere Kontrolluntersuchungen durchführen:
- Uterusmyome
- Ausbreitung der Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter (Endometriose) oder abnormales Wuchern der Gebärmutterschleimhaut in der Vorgeschichte (Endometriumhyperplasie)
- erhöhtes Risiko der Bildung von Blutgerinnseln (siehe „Venöse Blutgerinnsel (Thrombose)“)
- Risiko der Entstehung einer östrogenempfindlichen Krebserkrankung (Brustkrebs bei der Mutter, einer Schwester oder der Großmutter in der Vorgeschichte)
- Bluthochdruck
- eine Lebererkrankung, wie z. B. ein gutartiger Lebertumor
- Diabetes
- Gallensteine
- Migräne oder schwere Kopfschmerzen
- eine Autoimmunerkrankung, von der mehrere Körperorgane betroffen sind (systemischer Lupus erythematodes, SLE)
- Epilepsie
- Asthma
- eine Krankheit, die das Trommelfell und das Gehör beeinträchtigt (Otosklerose)
- stark erhöhte Blutfettwerte (Triglyceride)
- Wassereinlagerungen aufgrund von Herz- oder Nierenstörungen.
- Hereditäres und erworbenes Angioödem
Setzen Sie DERMESTRIL ab und suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf,
wenn Sie während der Anwendung der HRT eines der folgenden Symptome bei sich bemerken:
- alle im Abschnitt „DERMESTRIL darf nicht angewendet werden“ erwähnten Erkrankungen
- eine gelbe Färbung der Haut oder der weißen Augenhaut (Gelbsucht). Dies könnte ein Anzeichen einer Lebererkrankung sein.
- Schwellungen von Gesicht, Zunge und/oder Rachen und/oder Schluckbeschwerden oder Nesselsucht zusammen mit Atembeschwerden, die auf ein Angioödem hindeuten
- ein starker Anstieg des Blutdrucks (Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel können Symptome hierfür sein)
- erstmals auftretende migräneartige Kopfschmerzen
- das Eintreten einer Schwangerschaft
- Anzeichen für Blutgerinnsel, wie z. B.:
- schmerzhaftes Anschwellen und Rötung der Beine
- plötzlicher Schmerz in der Brust
- Atembeschwerden.
Weitere Informationen siehe „Venöse Blutgerinnsel (Thrombose)“.
Anmerkung: DERMESTRIL ist kein Verhütungsmittel. Wenn seit Ihrer letzten Menstruation noch keine 12 Monate vergangen sind oder wenn Sie unter 50 sind, müssen Sie möglicherweise parallel dazu weiterhin eine Verhütungsmethode anwenden, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
HRT und Krebs
Übermäßige Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) und Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumkarzinom)
Die Anwendung einer HRT in Form einer reinen Östrogentherapie erhöht das Risiko einer übermäßigen Verdickung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumhyperplasie) sowie eines Gebärmutterschleimhautkrebses (Endometriumkarzinom).
Die Einnahme eines Gestagens zusätzlich zum Östrogen über mindestens 12 Tage innerhalb jedes 28-Tage-Zyklus schützt Sie vor diesem zusätzlichen Risiko. Wenn Sie Ihre Gebärmutter noch haben, verschreibt Ihnen Ihr Arzt deshalb zusätzlich ein Gestagen. Wenn Ihre Gebärmutter entfernt wurde (Hysterektomie), fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie dieses Arzneimittel bedenkenlos ohne ein zusätzliches Gestagen anwenden können.
Unter den Frauen, die Ihre Gebärmutter noch haben und keine HRT anwenden, erkranken durchschnittlich 5 von 1.000 Frauen zwischen 50 und 65 Jahren an Gebärmutterschleimhautkrebs.
Unter den 50- bis 65-jährigen Frauen, die Ihre Gebärmutter noch haben und die eine HRT in Form einer reinen Östrogentherapie anwenden, entwickeln zwischen 10 und 60 von 1.000 Frauen einen Gebärmutterschleimhautkrebs (d. h. zwischen 5 und 55 zusätzliche Fälle), abhängig von der Dosis und der Anwendungsdauer.
DERMESTRIL 100 enthält eine höhere Östrogendosis als die anderen Produkte, die zur HRT in Form einer reinen Östrogentherapie angewendet werden. Das Risiko eines Gebärmutterschleimhautkrebses in Verbindung mit der Anwendung von DERMESTRIL 100 bei gleichzeitiger Einnahme eines Gestagens ist nicht bekannt.
Unerwartete Blutungen
Während der Anwendung von DERMESTRIL haben Sie einmal im Monat eine Blutung (hormonelle Entzugsblutung). Wenn Sie jedoch unerwartete Blutungen oder Schmierblutungen außerhalb der monatlichen Blutungen haben, die
- nach den ersten 6 Monaten weiterhin auftreten,
- erstmals auftreten, nachdem Sie DERMESTRIL länger als 6 Monate angewendet haben,
- weiterhin auftreten, nachdem Sie DERMESTRIL abgesetzt haben,
suchen Sie schnellstmöglich Ihren Arzt auf.
Brustkrebs
Die vorhandenen Daten zeigen, dass die Anwendung einer Hormonersatzbehandlung (HRT) mit einer Kombination aus Östrogen und Gestagen oder die alleinige Anwendung von Östrogenen zur HRT das Risiko für Brustkrebs erhöhen. Das zusätzliche Risiko hängt von der Dauer der HRT ab und zeigt sich innerhalb einer 3-jährigen Anwendung. Nach Absetzen der HRT nimmt das zusätzliche Risiko im Laufe der Zeit ab, das Risiko kann jedoch 10 Jahre oder länger andauern, wenn Sie die HRT länger als 5 Jahre angewendet haben.
Zum Vergleich
Bei Frauen im Alter zwischen 50 und 54 Jahren, die keine HRT anwenden, werden über einen 5-Jahres-Zeitraum im Durchschnitt etwa 13 bis 17 Fälle von Brustkrebs pro 1.000 Frauen diagnostiziert.
Bei Frauen im Alter von 50 Jahren, die mit der Einnahme einer HRT nur mit Östrogen über einen Zeitraum von 5 Jahren beginnen, treten 16 bis 17 Fälle bei 1.000 Anwenderinnen auf (d. h. 0 bis 3 zusätzliche Fälle).
Bei Frauen im Alter von 50 Jahren, die mit der Einnahme einer HRT mit Östrogen und Gestagen über einen Zeitraum von 5 Jahren beginnen, treten 21 Fälle bei 1.000 Anwenderinnen auf (d. h. 4 bis 8 zusätzliche Fälle).
Bei Frauen im Alter zwischen 50 und 59 Jahren, die keine HRT anwenden, werden über einen 10-Jahres-Zeitraum im Durchschnitt etwa 27 Fälle von Brustkrebs pro 1.000 Frauen diagnostiziert.
Bei Frauen im Alter von 50 Jahren, die mit der Einnahme einer HRT nur mit Östrogen über einen Zeitraum von 10 Jahren beginnen, treten 34 Fälle bei 1.000 Anwenderinnen auf (d. h. 7 zusätzliche Fälle).
Bei Frauen im Alter von 50 Jahren, die mit der Einnahme einer HRT mit Östrogen und Gestagen über einen Zeitraum von 10 Jahren beginnen, treten 48 Fälle bei 1.000 Anwenderinnen auf (d. h. 21 zusätzliche Fälle).
- Untersuchen Sie Ihre Brust regelmäßig. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie Veränderungen folgender Art bemerken:
• Polsterungen (Unebenheiten) auf der Haut
• Veränderung der Brustwarzen
• sichtbare oder ertastbare Knötchen (kugelförmige Erhebungen)
Falls Sie die Möglichkeit haben, am Programm zur Früherkennung von Brustkrebs (Mammographie-Screening-Programm) teilzunehmen, sollten Sie dieses Angebot nutzen. Informieren Sie die Fachkraft, die die Mammographie durchführt, dass Sie ein Arzneimittel zur Hormonersatzbehandlung anwenden. Arzneimittel, die zur Hormonersatzbehandlung angewendet werden, können das Brustgewebe dichter machen und dadurch das Ergebnis der Mammographie beeinflussen. Wenn die Dichte des Brustgewebes erhöht ist, können möglicherweise nicht alle Veränderungen erkannt werden.
Eierstockkrebs
Eierstockkrebs kommt selten vor - viel seltener als Brustkrebs. Die Anwendung von Estrogen- Monoarzneimitteln oder kombinierten Estrogen-Gestagen-Arzneimitteln zur Hormonersatzbehandlung ist mit einem leicht erhöhten Risiko, Eierstockkrebs zu entwickeln, verbunden.
Zum Vergleich
Das Risiko, Eierstockkrebs zu entwickeln, ändert sich mit dem Alter. Zum Beispiel werden bei den 50- bis 54-jährigen Frauen, die keine HRT anwenden, über einen 5-Jahres-Zeitraum etwa 2 Fälle von Eierstockkrebs pro 2000 Frauen diagnostiziert. Unter den Frauen, die 5 Jahre lang eine HRT angewendet haben, beobachtet man bei 2000 Anwenderinnen etwa 3 Fälle (d. h. etwa 1 zusätzlicher Fall).
Auswirkungen der HRT auf Herz und Kreislauf
Venöse Blutgerinnsel (Thrombose)
Das Risiko der Entstehung venöser Blutgerinnsel bei Anwenderinnen einer HRT ist etwa 1,3- bis 3-mal so hoch wie bei Nicht-Anwenderinnen, insbesondere während des ersten Jahres der Anwendung.
Blutgerinnsel können gefährlich sein, denn wenn eines davon in Richtung Lunge wandert, kann dies zu Schmerzen in der Brust, zu Atemnot, zu Ohnmachtsanfällen führen oder sogar tödlich sein.
Mit zunehmendem Alter und wenn eine der nachfolgend erwähnten Situationen auf Sie zutrifft, sind Sie besonders gefährdet, ein venöses Blutgerinnsel zu entwickeln. Verständigen Sie Ihren Arzt, wenn eine der nachfolgend erläuterten Situationen auf Sie zutrifft:
- Sie können aufgrund eines größeren chirurgischen Eingriffs, einer Verletzung oder einer Krankheit über einen langen Zeitraum nicht gehen (siehe auch Abschnitt 3: „Wenn Sie sich einer Operation unterziehen müssen“)
- Sie haben deutliches Übergewicht (BMI >30 kg/m²)
- Sie haben eine Blutgerinnungsstörung, die eine langfristige Behandlung mit einem Arzneimittel zur Vorbeugung gegen Blutgerinnsel erforderlich macht
- ein naher Verwandter hatte bereits ein Blutgerinnsel im Bein, in der Lunge oder in einem anderen Organ
- Sie sind von systemischem Lupus erythematodes (SLE) betroffen
- Sie haben Krebs.
Zu den Anzeichen eines Blutgerinnsels siehe „Setzen Sie DERMESTRIL ab und suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf“.
Zum Vergleich
Unter den Frauen über 50, die keine HRT anwenden, bekommen durchschnittlich 4 bis 7 von 1.000 Frauen innerhalb von 5 Jahren ein venöses Blutgerinnsel.
Unter den Frauen über 50, die eine kombinierte Östrogen-Gestagen-HRT länger als 5 Jahre anwenden, beobachtet man bei 1.000 Anwenderinnen 9 bis 12 Fälle (d. h. 5 zusätzliche Fälle).
Unter den Frauen über 50, deren Gebärmutter entfernt wurde und die länger als 5 Jahre eine HRT in Form einer reinen Östrogentherapie anwenden, beobachtet man bei 1.000 Anwenderinnen 5 bis 8 Fälle (d. h. 1 zusätzlicher Fall).
Herzkrankheiten (Herzanfall)
Es ist nicht erwiesen, dass eine HRT einen Herzanfall verhindert.
Frauen über 60, die eine kombinierte Östrogen-Gestagen-HRT anwenden, sind unwesentlich anfälliger für Herzleiden als gleichaltrige Frauen, die keine HRT anwenden.
Bei Frauen, deren Gebärmutter entfernt wurde und die sich einer Behandlung in Form einer reinen Östrogentherapie unterziehen, ist kein erhöhtes Risiko in Bezug auf Herzkrankheiten feststellbar.
Schlaganfall
Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, ist bei HRT-Anwenderinnen etwa anderthalbmal so hoch wie bei Nicht-Anwenderinnen. Die Anzahl der zusätzlichen Schlaganfallpatientinnen aufgrund der Anwendung einer HRT steigt mit zunehmendem Alter.
Zum Vergleich
Wenn man die Frauen über 50 betrachtet, die keine HRT anwenden, geht man davon aus, dass durchschnittlich 8 von 1.000 Frauen innerhalb von 5 Jahren einen Schlaganfall erleiden. Bei den Frauen über 50, die eine HRT anwenden, beobachtet man innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren bei 1.000 Anwenderinnen 11 Fälle (d. h. 3 zusätzliche Fälle).
Sonstige Erkrankungen
Die HRT verhindert nicht den Gedächtnisverlust. Bestimmte Einzelheiten deuten auf ein erhöhtes Risiko des Gedächtnisverlustes bei Frauen hin, die nach dem 65. Lebensjahr mit der Anwendung einer HRT beginnen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten.
Anwendung von DERMESTRIL zusammen mit anderen Arzneimitteln
Bestimmte Arzneimittel können die Wirkung von DERMESTRIL beeinträchtigen, so dass es zu unregelmäßigen Blutungen kommen kann. Dies gilt für folgende Arzneimittel:
- Arzneimittel, die bei Epilepsie angewendet werden (wie z. B. Phenobarbital, Phenytoin und Carbamazepin)
- Arzneimittel, die bei Tuberkulose angewendet werden (wie z. B. Rifampicin, Rifabutin)
- Arzneimittel, die bei HIV-Infektion angewendet werden (wie z. B. Nevirapin, Efavirenz, Ritonavir und Nelfinavir)
- pflanzliche Arzneimittel, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten.
HET kann die Wirkungsweise einiger anderer Arzneimittel beeinflussen:
- Ein Arzneimittel gegen Epilepsie (Lamotrigin), da es die Häufigkeit von Anfällen erhöhen kann.
- Arzneimittel gegen das Hepatitis-C-Virus (HCV) (wie z. B. die Kombinationstherapie Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir mit oder ohne Dasabuvir und auch eine Behandlung mit Glecaprevir/Pibrentasvir) können bei Frauen, die kombinierte hormonelle Kontrazeptiva (KHK) mit Ethinylestradiol anwenden, zu erhöhten Leberfunktionswerten bei Bluttests führen (erhöhte ALT-Leberenzyme). DERMESTRIL enthält Estradiol anstelle von Ethinylestradiol. Es ist nicht bekannt, ob eine Erhöhung der ALT-Leberenzyme auftreten kann, wenn Sie DERMESTRIL zusammen mit diesen HCV-Kombinationstherapien anwenden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden, auch wenn es sich dabei um ein nicht verschreibungspflichtiges Arzneimittel, um ein pflanzliches Arzneimittel oder um ein Arzneimittel, das aus anderen Naturprodukten besteht, handelt. Ihr Arzt wird Sie beraten.
Laboruntersuchungen
Wenn bei Ihnen Blutuntersuchungen durchgeführt werden müssen, sagen Sie Ihrem Arzt oder den Labormitarbeitern, dass Sie DERMESTRIL anwenden, da dieses Arzneimittel manche Testergebnisse beeinflussen kann.
Anwendung von DERMESTRIL zusammen mit Nahrungsmitteln, Getränken und Alkohol
Bisher keine bekannten Wechselwirkungen.
Schwangerschaft und Stillzeit
DERMESTRIL ist ausschließlich zur Anwendung bei postmenopausalen Frauen bestimmt. Wenn es zu einer Schwangerschaft kommt, setzen Sie DERMESTRIL ab und verständigen Sie Ihren Arzt.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Bei DERMESTRIL sind keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen bekannt.
3. Wie ist DERMESTRIL anzuwenden? |
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
DERMESTRIL ist in drei Dosierungen erhältlich: DERMESTRIL 25, 50 und 100. Ihr Arzt entscheidet, welche Pflasterart von DERMESTRIL für Sie am besten geeignet ist.
Bei Symptomen von Östrogenmangel
Die meisten Frauen beginnen mit DERMESTRIL 25. Während der Behandlung passt Ihr Arzt die Pflasterdosis Ihrem individuellen Bedarf entsprechend an. Die Wirksamkeit der Behandlung und das eventuelle Auftreten von Nebenwirkungen sind dabei entscheidend. Sowohl bei Behandlungsbeginn als auch bei der Weiterführung bemüht sich Ihr Arzt, Ihnen die niedrigste Dosis zu verschreiben, die zur Behandlung Ihrer Symptome innerhalb eines möglichst kurzen Zeitraums erforderlich ist. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie der Meinung sind, dass diese Dosis zu stark oder zu schwach ist.
Bei Vorbeugung gegen Osteoporose
Die Behandlung wird mit den DERMESTRIL 50 Pflastern begonnen. Durch die DERMESTRIL 100 Pflaster können Anpassungen vorgenommen werden.
Wie ist das Pflaster anzuwenden?
Zur Anwendung des Pflasters muss die entsprechende Hautstelle sauber und trocken sein. Es darf nicht auf Hautstellen angewendet werden, an denen sich Schnittwunden, Ausschläge oder Bläschen befinden, und Sie sollten dort unmittelbar vorher keine Creme, keine Feuchtigkeitsmilch und keinen Puder aufgetragen haben. An den Brüsten oder im Brustbereich darf DERMESTRIL NIEMALS ANGEWENDET WERDEN. Ihr DERMESTRIL Pflaster muss an der Hüfte, am Gesäß oder am Bauch angewendet werden (siehe Abbildung 1).
Abbildung 1
Die schraffierten Bereiche zeigen die geeigneten Stellen zur Anwendung des Pflasters.
Wenden Sie das Pflaster nicht an einer Körperstelle an, an der durch Bewegungen Falten entstehen oder an der Kleidungsstücke (z. B. ein Gürtel) das Ablösen des Pflasters bewirken können.
Wenden Sie das nächste Pflaster nicht an derselben Stelle an.
Ein DERMESTRIL Pflaster muss unmittelbar nach seiner Entnahme aus der Umhüllung folgendermaßen auf der Haut angewendet werden:
(i) Reißen Sie die Umhüllung an der Einkerbung auf.
Verwenden Sie keine Schere (siehe Abbildung 2).
Abbildung 2
(ii) Halten Sie das Pflaster zwischen Daumen und
Zeigefinger, an der kürzeren Seite der Schutzfolie
(siehe Abbildung 3).
Abbildung 3
(iii) Ziehen Sie die Schutzfolie mit der anderen Hand ab
(siehe Abbildung 4). Berühren Sie dabei nicht die selbsthaftende
Fläche des Pflasters, da es sonst
nicht richtig haften kann.
Abbildung 4
(iv) Kleben Sie das Pflaster mit der freien Fläche auf die Haut und ziehen Sie
die restliche Schutzfolie ab.
Drücken Sie etwa 10 Sekunden lang kräftig auf
die gesamte Oberfläche des Pflasters. Streichen Sie mit dem Finger über die Ränder, um
sicher zu sein, dass das Pflaster gut haftet.
Wie häufig müssen Sie das Pflaster erneuern?
Jedes Pflaster enthält eine Hormonmenge, die für mehrere Tage ausreicht. Um eine gleichmäßige Hormonzufuhr zu gewährleisten, muss das Pflaster alle 3 bis 4 Tage gewechselt werden, d. h., jedes verwendete Pflaster muss nach 3 oder 4 Tagen entfernt werden, um durch ein neues Pflaster ersetzt zu werden. Das Pflaster kann zu jeder Tageszeit angewendet werden.
Was müssen Sie tun, wenn sich ein Pflaster ablöst?
Bei richtiger Anwendung von DERMESTRIL ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich das Pflaster ablöst. Wenn dies jedoch geschieht, ersetzen Sie es durch ein neues Pflaster und wechseln Sie es wie gewohnt am dafür vorgesehenen Tag.
Ihr Pflaster sollte halten, wenn Sie duschen oder ein Bad nehmen, aber bei einem Saunabesuch oder einem sehr heißen Bad kann es sich ablösen.
Wie ist das Pflaster zu entfernen?
Um ein Pflaster zu entfernen, fassen Sie es einfach am Rand an und ziehen Sie vorsichtig, bis es sich ablöst. Falten Sie das Pflaster nach der Verwendung mit der haftenden Fläche nach innen zusammen und entsorgen Sie es in einem Mülleimer außer Reichweite von Kindern.
Wann können Sie die Behandlung beginnen?
Wenn Sie sich derzeit nicht in einer Östrogen-Behandlung befinden, können Sie die Behandlung mit DERMESTRIL jederzeit beginnen. Wenn Sie sich derzeit in einer zyklischen oder sequentiellen Hormontherapie mit Östrogenen/Gestagenen befinden, müssen Sie das Ende des laufenden Behandlungszyklus abwarten, bevor Sie die Behandlung mit DERMESTRIL beginnen. Der geeignete Zeitpunkt für den Beginn der Behandlung mit DERMESTRIL ist der erste Tag der hormonellen Entzugsblutung.
Wenn Sie bereits eine kontinuierliche kombinierte Östrogen-Gestagen-Behandlung durchführen, können Sie direkt zur Anwendung von DERMESTRIL übergehen.
Wie ist ein Gestagen zusammen mit DERMESTRIL anzuwenden?
Wenn Sie Ihre Gebärmutter noch haben (d. h., wenn bei Ihnen keine Hysterektomie durchgeführt wurde), kann Ihnen Ihr Arzt gleichzeitig mit DERMESTRIL ein Gestagen verschreiben, um jegliche Probleme in Verbindung mit einer Wucherung der Gebärmutterschleimhaut, d. h. eine Endometriumhyperplasie (siehe spezielle Warnhinweise in Bezug auf Gebärmutterschleimhautkrebs), zu vermeiden. Es gibt zwei mögliche Vorgehensweisen:
Was in dieser Packungsbeilage steht
PREISE
| CNK-Code | Verpackung | Preis | Rezept benötigen | Selbstbeteiligung regelmäßige Zulage | Selbstbeteiligung erhöhte Zulage |
|---|---|---|---|---|---|
| 1233253 | DERMESTRIL 100 PATCHES 8 | € 17,32 | Ja | - | - |
| 1461037 | DERMESTRIL 50 PATCHES 26 | € 29,52 | Ja | - | - |
| 1461045 | DERMESTRIL 25 PATCHES 26 | € 22,95 | Ja | - | - |